weltoffen
nah am Menschen
filme mit heiterer note
Geboren 1955 in Dießen am Ammersee. Matti Bauer studierte Völkerkunde und Portugiesische Philologie an der LMU in München. Von 1978 bis 1988 unternahm er Forschungsreisen zu Indianern in Zentralbrasilien und im nördlichen Amazonasgebiet. Parallel dazu begann Bauers Tätigkeit im Dokumentarfilm. Als Cutter arbeitete er für die Regisseure Peter Buchka, Jörg Bundschuh, Bertram Verhaag und Christian Bauer.
Seit 1993 führt Bauer selbst Regie und hat seitdem zahlreiche Dokumentarfilme fürs Fernsehen realisiert. Dabei arbeitete er meist mit der Tangram Filmproduktion zusammen, die sein Bruder Christian Bauer 1989 gegründet hatte. 1997 entstand der Film LOKALDERBY über die Rivalität der beiden Münchner Fußballclubs FC Bayern München und 1860 München. Für die Sendereihe Unter Unserem Himmel des Bayerischen Fernsehens hat er zusammen mit dem Kameramann Klaus Lautenbacher in Filmen wie DIE SENNERIN und DIE SCHNEESCHÖPFER die Bewohner der alpenländischen Heimat mit Witz und Gefühl porträtiert. Dabei beschäftigte er sich vor allem mit dem Problem der Hofübergabe an die nächste Generation und der Situation junger Landwirte. 2004 entstand der Film BOSSA NOVA über die brasilianische Musik der 60er Jahre, der beim Music Doc Fest von Rom ausgezeichnet wurde. Für seinen Film DOMSPATZEN erhielt er 2009 den Bayerischen Fernsehpreis.
Matti Bauer war von 2002 bis 2005 im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm AG DOK, ist Delegierter der Verwertungsgesellschaft Wort und Mitglied im Verein Internationales Dokumentarfilmfestival München. Er lebt in München.
Interview mit dem Regisseur über seinen Film AM EISSTROM DES GROSSGLOCKNER auf dem XVI. Filmfestival della Lessinia, Italien.